Zweite Rezension: ausführlich und kritisch
31. Oktober 2007 at 10:46 | In Rezensionen | 1 CommentDas Buch sei „an jeder Stelle verständlich und unkapriziös sowie ausgesprochen lesefreundlich aufgebaut“, schreibt Wolfgang Goede, Redakteur der Zeitschrift P.M. Er lobt, dass sich „Freiheit und Demokratie“ wie ein roter Faden durch das Buch ziehen, macht aber auch darauf aufmerksam, dass das Buch ungeklärte Fragen aufgreift und letztlich nicht beantworten kann: zum Beispiel zu Objektivität und Legitimierung des Journalismus als „Vierte Macht“ im Staat. „Viele offene Fragen, wenige schlüssige Antworten, auch nicht in diesem Buch.“ Eine lesenswerte Rezension, die zum Nachdenken anregt.
Erste Rezension
22. Oktober 2007 at 17:15 | In Rezensionen | 3 CommentsDie erste Rezension des Buchs „Journalistik“ im Internet: Die freie Journalistin Carolin Mader hat das Buch für planetpraktika.de besprochen (bitte etwas nach unten scrollen). Da auf dieser Plattform allerdings so viele Links zu Amazon führen, stellt sich die Frage, ob Planetpraktika am Umsatz beteiligt wird, wenn Käufer durch die Rezensionen animiert werden und bei Amazon bestellen. Jedenfalls sind alle besprochenen Bücher „interessant“ oder „sollten im Regal“ des interessierten Studenten stehen. Für die „Journalistik“ kann ich letzteres indes nur unterstützen… ;-)
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Reporter ohne Grenzen: Rangliste Pressefreiheit 2007
17. Oktober 2007 at 11:54 | In Kapitel_2, Kommunikationsfreiheit | Leave a CommentDer Verein „Reporter ohne Grenzen“ hat gestern die neueste Rangliste zur Pressefreiheit veröffentlicht. Wie schon im Ranking des Freedomhouse hat sich auch hier nicht viel verändert: Die Pressefreiheit stagniert weltweit. Deutschland ist auf Platz 20, die USA auf Platz 48. In Europa wird die Pressefreiheit am schlechtesten in Polen bewertet (Platz 56). Das Internet gewinnt zunehmende Bedeutung: Mehrere Länder sind auf der aktuellen Liste abgestiegen, da sie den freien Informationsfluss im Internet behindern und kritische Autoren verhaftet haben. Beispiele sind Malaysia (124.), Thailand (135.), Vietnam (162.) und Ägypten (146.). „Das Internet wird stärker zensiert“, so ROG. „Mehr und mehr Regierungen erkennen die Schlüsselrolle des Webs im Kampf für Demokratie und entwickeln immer ausgefeiltere Zensurmethoden. In repressiven Staaten sind Blogger und Internetjournalisten inzwischen genauso Zielscheibe von Repressionen wie schon die traditionellen Medien.“ Mindestens 64 Menschen sind derzeit weltweit wegen Veröffentlichungen im Internet im Gefängnis – alleine in China sind es 50. In Ägypten erhielt der Jurastudent und Blogger Kareem Amer vier Jahre Haft, da er Präsident Mubarak und den Einfluss des Islam an den Universitäten kritisiert hatte.
Redaktion im digitalen Journalismus
15. Oktober 2007 at 12:46 | In Kapitel_4, Redaktion | Leave a Comment„Newsroom“ und „Newsdesk“ sind seit einigen Jahren die Schlagworte bei der Re-Organisation von journalistischen Redaktionen. In einem kurzen Überblicksbeitrag für die Zeitschrift „Medienwirtschaft“ (Heft 3/07) habe ich versucht, aktuelle Entwicklungen einzuordnen. Der Beitrag ist online archiviert beim European Journalism Observatory.
Innere Sicherheit contra Pressefreiheit
10. Oktober 2007 at 12:12 | In Kapitel_2, Kommunikationsfreiheit | Leave a CommentIn einer lesenswerten Kolumne der Zeitschrift „Publizistik“ (Heft 3/07, S. 303-307) reflektiert Heribert Prantl, Ressortleiter Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, die Kommunikationsfreiheit in Deutschland. „Die Regel lautet offenbar: Die Pressefreiheit muss beiseitespringen, wenn die Staatsgewalt mit Blaulicht daherkommt.“ Das Bundesverfassungsgericht hat zwar wiederholt die Sicherheitsbehörden (Polizei, Staatsanwälte, Gerichte, Innenminister) ermahnt, den Artikel 5 des Grundgesetzes zu achten – aber die Behörden verstoßen immer wieder dagegen. Es geht grundsätzlich darum, dass Journalisten Beihilfe zum „Geheimnisverrat“ vorgeworfen wird, wenn Informanten aus Behörden Unregelmäßigkeiten in Staat und Verwaltung aufdecken. Letztlich ist das der alte Streitpunkt seit dem Spiegel-Urteil, den ich in Kapitel 2 besprochen habe. Prantl bringt die aktuelle Situation auf den Punkt – und er fordert ein „Gesetz zur Sicherung der Pressefreiheit“. Der Beitrag ist zurzeit leider nicht online verfügbar. Man muss sich also in die Bibliothek begeben. Auch der BDZV zeigte sich (wie viele andere) jüngst „besorgt über Attacken gegen die Pressefreiheit“.
FAZ in neuem Kostüm
10. Oktober 2007 at 8:58 | In Kapitel_3, Kapitel_4, Kapitel_5, Publikumsforschung, Zeitung | Leave a CommentSeit 5. Oktober erscheint die Frankfurter Allgemeine Zeitung erstmals regelmäßig mit einem Foto auf der Titelseite und mit einer etwas veränderten Typografie (es verschwand die Frakturschrift über den Kommentaren). Die Kolleginnen und Kollegen der anderen Zeitungen berichteten eifrig darüber (der Tagesspiegel z.B. schrieb von einem „Revolutiönchen“). Einer der Herausgeber, Werner D’Inka, gab im Leitartikel unter dem Titel „Wir bleiben uns treu“ zu, dass die bisherige Gestaltung weder zeitgemäß noch attraktiv war. Das ist ein kleiner Schritt in der Geschichte der Tageszeitung – aber offenbar ein großer Schritt für die FAZ. Mit etwas Abstand betrachtet merkt man, dass sich die Redaktion doch arg schwer tut.
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