Rezension von Stephan Ruß-Mohl in der NZZ

25. Januar 2008 at 10:33 | In Rezensionen |

“Vom Schwund des Vertrauens in die Medien” heißt der Beitrag des Journalistik-Professors Stephan Ruß-Mohl (Lugano), in dem er in der Neuen Zürcher Zeitung ausführlich mein Buch rezensiert. Insbesondere hebt er den Aspekt der Glaubwürdigkeit hervor: “Die Zukunft des Journalismus hängt nicht zuletzt von der Glaubwürdigkeit ab, die Journalisten beim Publikum genießen.” Aus international vergleichenden Bevölkerungsbefragungen habe ich an zwei Stellen im Buch zitiert (S. 91 und 118) und eine Schlussfolgerung gezogen, die bislang wenig untersucht ist: Es ist ein grundsätzliches Phänomen, dass in Ländern mit wenig Kommunikationsfreiheit größeres Vertrauen in die Medien gesetzt wird als in freiheitlich-pluralistischen Demokratien. Sägen Journalisten an dem Ast, auf dem sie sitzen, weil sie mit dem Privileg der Pressefreiheit in einer Weise umgehen, der ihre eigene Glaubwürdigkeit ruiniert? - Oder sinkt die Glaubwürdigkeit auch deshalb, weil das Publikum nicht mit einer veröffentlichten Meinung, sondern mit einer vielschichtigen, sich oft widersprechenden öffentlichen Debatte umgehen muss?

1 Kommentar »

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  1. Manueller Trackback:
    Journalisten, Zeitungen und Web 2.0

    [...] Demnach glauben gerade einmal noch 31 Prozent der Deutschen und 43 Prozent der Schweizer dem professionellen Geschreibsel. Da ich das rezensierte Buch nicht gelesen habe, lasse ich das mal so stehen. Klaus Maier selbst kommentiert diese Rezension in seinem Blog zum Buch denn auch relativierend. [...]

    Kommentar von Gerald - hyperkontext — 20. Februar 2008 #

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