Transparenz im Journalismus durch Leseranwälte und Redaktionsblogs

16. November 2007 at 16:12 | In Ethik, Kapitel_7, Qualität, Redaktion | No Comments

“Transparenz” ist ein Qualitätskriterium des Journalismus, das hierzulande noch nicht lange diskutiert wird und noch keinen großen Stellenwert hat. Es geht darum, dem “Publikum reinen Wein einzuschenken” - wie es Stephan Ruß-Mohl einmal formuliert hat. Journalisten und Redaktionen sollen die Berichterstattungsbedingungen offenlegen und offensiv Fehler eingestehen und korrigieren - was letztlich der Glaubwürdigkeit dient und die Vertrauensbasis zwischen Journalismus und Publikum erweitert. Vor dem Hintergrund der Kommunikationsexplosion durch Internet und digitale Medien kommt dem Qualitätskriterium der Transparenz wachsende Bedeutung zu: “Ist wirklich dort (guter) Journalismus drin, wo Journalismus draufsteht?”, fragt sich das geneigte Publikum.

Aus den vielen Möglichkeiten, die Transparenz zu verbessern (vgl. z.B. die in Deutschland häufig vernachlässigte Correction Corner), möchte ich hier zwei herausgreifen bzw. verlinken, die durch Online-Kommunikation profitieren oder erst ermöglicht wurden: das Modell der Leseranwälte und das der Redaktionsblogs.

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Bildmanipulation leicht gemacht

12. September 2007 at 21:50 | In Ethik, Kapitel_7 | 2 Comments

Im Kapitel zur journalistischen Ethik habe ich als Beispiel für die Gefahr des Gefälligkeitsjournalismus die Entfernung des Schweißflecks am Kleid von Angela Merkel erwähnt. Ein ähnlicher Fall ist die Entfernung des Bauchspecks des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in der Zeitschrift “Paris-Match”.

Die Digitalisierung bringt uns ganz neue und einfache Möglichkeiten der Bildmanipulation. Ein YouTube-Video zeigt dies  anschaulich:

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