Rezension von Ralf Hohlfeld in „Communicatio Socialis“

4. Juni 2008 um 20:56 | Veröffentlicht in Rezensionen | 1 Kommentar

Ralf Hohlfeld, Professor für Kommunikationswissenschaft an der LMU München und ehemaliger Kollege von mir an der Universität Eichstätt, hat in der Ausgabe 2/2008 der Fachzeitschrift „Communicatio Socialis“ drei neue kompakte Lehrbücher unter die Lupe genommen: „Kommunikationswissenschaft“ von Klaus Beck (Berlin), „Kommunikations- und Medienwissenschaften“ von Rudolf Stöber (Bamberg) und mein Lehrbuch. Er ist nach Stephan Ruß-Mohl nun der zweite Hochschullehrer, der das Buch bespricht. Die Rezension ist leider nicht im Internet verfügbar. Ich zitiere deshalb ein paar einschlägige Abschnitte – und kann mir dabei natürlich ein paar Kommentare nicht verkneifen:

„Oft geben Einführungs- und Lehrbücher eher Aufschlüsse über den Autor als über das Fach, das sie Studienanfängern und Fortgeschrittenen aufschließen wollen. Die Struktur dieser Publikationsform verweist nicht nur auf die fachliche Sozialisation, man kann sie auch als ausformuliertes Curriculum Vitae oder wie einen persönlichen Bildungs- und Entwicklungsroman lesen. […]“

Wie wahr: Man kann meinem Lehrbuch entnehmen, dass ich nicht mit der allgemeinen Kommunikationswissenschaft aufgewachsen bin, sondern mit der Journalistik, die ja nur ganz bestimmte Ausschnitte aus der großen Welt der Kommunikations- und Medienwissenschaft verwertet und vermehrt. 

Ralf Hohlfeld lobt, es sei gelungen „die schwierigen Passagen der Journalismustheorie herunter zu brechen, ohne komplexe Konstrukte zu banalisieren oder zu trivialisieren“. Er bezweifelt aber, ob

„angesichts der beachtlichen Fülle und Qualität der Methodenlehrbücher, die für das Fach existieren, zur Arrondierung eines Einführungswerkes eigene Abschnitte für empirische Forschungsmethoden sinnvoll und notwendig sind“.

Ja, das kann man bezweifeln. Mir war es wichtig, dass auch dem Neuling dieser Wissenschaft (oder dem ein oder anderen Journalisten, dem das Buch in die Hände fällt) klar wird, dass auch die Journalistik eine methodisch sauber operierende Wissenschaft ist, die sich ihre Erkenntnisse nicht einfach aus den Fingern saugt. Erst dadurch sollte ja klar werden, wo der Wert wissenschaftlicher Erkenntnis gegenüber journalistischem Alltagswissen besteht.

„Die Dramaturgie des Lehrbuchs folgt in etwa dem gemittelten Lehrplan aller Journalistikstudiengänge in Deutschland. […] Dabei ist das Journalistik-Lehrbuch wohltuend kompakt verfasst, ohne übermäßig zu vereinfachen. […] Die Stärke von Meiers Buch [liegt] in einer starken internen Kohärenz und einer gut ausbalancierten Gewichtung und Verzahnung von theoretischer Annäherung und Verortung des Journalismus in seinen relevanten Umwelten und alltagsnahen Konzepten des praktischen redaktionellen Journalismus.“

 

 

 

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  1. Bei dieser Gelegenheit kann ich schon ankündigen: Die Besprechung in der „Publizistik“ erscheint in Ausgabe 3/2008 — hier übrigens auch als vergleichende Sammelrezension, in der auch der angesprochene Einführungsband von Klaus Beck gewürdigt wird. Als Rezensenten konnten wir Bernd Blöbaum gewinnen. Für das „Journalistik Journal“ hat Horst Pöttker eine Besprechung beigesteuert. Sie erscheint in Heft 2/2008. Beide Texte liegen mir (als Redakteur) bereits vor, doch leider zwingen uns die etwas schwerfälligen Erscheinungszyklen der Zeitschriften noch zum Warten…


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